Das HdN hat seinen Ursprung in einem Lehrforschungsprojekt des Studiengangs BA Social Sciences.
Studierende, die sich besonders für die „Nachhaltige Transformation“ interessierten, fanden zum ersten Mal im Sommersemester 2021 ihren Weg in dieses praxisbezogene, zweisemestrige Seminar.
Seither ist schon viel Erfahrungsarbeit geleistet worden und aktuell befindet sich das Projekt im zweiten Durchlauf mit einer neuen Gruppe Studierender.
Was bisher geschah:
Unter der Leitung von York Kautt wurden im ersten Durchlauf, entlang der identifizierten Akteure und Interessenslagen der Studierenden, sieben thematische Fokusgruppen gebildet. Innerhalb dieser wurde sich an das Projektfeld herangetastet und zu Möglichkeiten der Umsetzung geforscht.
Folgende Gruppen haben sich ergeben:
Best Practice Research – Lernen von bestehenden Projekten
Bildung für Nachhaltige Entwicklung
Partizipation, Citizen Sciences, Hochschulen
Kommunen und Kommunalpolitik
Suffizienz und nachhaltige Lebensstile
Nachhaltig Planen, Bauen und Wohnen
Kleidung und Nachhaltigkeit
Zum Einstig in das Projekt beschäftigten sich die Studierenden mit theoretischen Vorbereitungen für ihre jeweiligen Forschungsbereiche. Feldrecherche, Literaturrecherche, bestehende, ähnliche Projekte, adäquate methodische Herangehensweise und möglicher Output zum Ende des Seminars. Durch den prozesshaften Charakter der Entwicklung eines solchen Projektes, unterlagen die Vorbereitungen und Ideen ständigem Wandel und erforderten Flexibilität. Nach ersten Konkretisierungen bearbeitete schließlich jede Person innerhalb der Fokusgruppen ein Einzelthema.
Im Verlauf entwickelten die Studierenden erste Kontakte zu bestehenden Initiativen, AkteurInnen und Projekten. Es wurden eine ganze Reihe von Interviews auf verschiedenste Weisen geführt, wodurch die geplante Umsetzung eines Hauses der Nachhaltigkeit in Gießen auch an Bekanntheit erlangte. Die Erkenntnisse aus den Interviews und Feldrecherchen wurden in einem ersten Bericht zusammengetragen.
Im zweiten Semester des ersten Durchlaufs arbeiteten die Gruppen des Lehrforschungsprojektes der JLU mit Studierenden der Seminargruppe „Nachhaltiges Bauen“ der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) zusammen. Nachdem die Studierenden der JLU ihren Recherchen und Erkenntnissen zufolge ein Konzept vorgaben, entwickelten sich sieben Planungsentwürfe für die bauliche Umsetzung des Projekts.
Diese findest du hier.
Sicherlich war die Planung durch Probleme der Knappheit zeitlicher, personeller und finanzieller Ressourcen beeinträchtigt, was die Verantwortlichen wiederum an die Grenzen der Motivation kommen ließ. Das häufig auftretende Empfinden einer Ohnmacht bezüglich der sozial-ökologischen Krise machte auch hier nicht Halt.
Nichtsdestotrotz wurden zum Ende des ersten Durchlaufs erkenntnisreiche Ergebnisse produziert, die in die weitere Planung des Hauses der Nachhaltigkeit Gießen einfließen können, wenngleich es bis dahin zu keiner Umsetzung der erarbeiteten Ideen mit möglichen Kooperationspartner*innen kam.
Durch den Kontakt mit vielen AkteurInnen in und um Gießen entwickelte sich bereits ein großes Netzwerk auf dem noch weiter aufgebaut werden kann.
Die Studierenden des zweiten Durchlaufs teilten sich nach Interessenslage den wesentlichen Akteursgruppen und Lebensbereichen ein. Es entstanden neun Gruppen (BürgerInnen, Stadt und Landkreis Gießen, Hochschulen, NGOs und Initiativen, Unternehmen, Umsetzungsaktionen, Kleidung/Mode, Ernährung, Religion). Nach den ersten Erkenntnissen und der sehr grundlegenden, jedoch nicht geklärten Frage der Finanzierungsmöglichkeiten richtete sich die Planung im zweiten LFP zum Haus der Nachhaltigkeit an der Umsetzung eines digitalen Hauses in Form einer Website. Die Studierenden recherchierten zu ihren Fokusgruppen in Bezug auf die Stadt und Umgebung Gießen, traten erneut mit AkteurInnen im jeweiligen Bereich in Kontakt und erarbeiteten Inhalte, zur Einstellung auf der Website.
Abschlussberichte Forschungsgruppen
Gesamtbericht des LFP 1 SS21/WS21/22:
Gesamtbericht LFP SS22
„Nachhaltiges Bauen“ THM Entwürfe
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